Flüchtlingsdiskussion mit Birte Könnecke

Veröffentlicht am 19.02.2016 in Allgemein

Der SPD Ortsverein Heitersheim-Eschbach hatte die SPD Landtagskandidatin und Kreisvorsitzende Dr. Birte Könnecke zu einem Vor-Ort-Tag eingeladen. Sowohl beim zunächst stattgefundenen Gespräch mit Bürgermeister Martin Löffler als auch in der öffentlichen Abendveranstaltung ging es in erster Linie um das Thema Flüchtlinge. So war auch der Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Willkommen in Heitersheim e.V. Erwin Reisgies an beiden Terminen mit anwesend. An den zahlreichen Besuchern der öffentlichen Abendveranstaltung zeigte sich das Interesse an dem Thema.

Was ist die aktuelle Situation in Heiterheim? Dies erläuterte Bürgermeister Martin Löffler in seinen einleitenden Worten. Derzeit sind 46 Personen langfristig von Seiten der Stadt untergebracht, berichtete Löffler. Weitere 650 Flüchtlinge wohnen zur Erstunterbringung im Gewerbegebiet Eschbach – 90 davon sind Kinder. Dass diese Zahlen schockieren, war vielen Anwesenden anzusehen.

In der anschließenden Diskussion, die von Bernhard Kiesel moderiert wurde, kamen sowohl Fragen zur Arbeit der Flüchtlingshilfe wie auch zur Landespolitik auf den Tisch. Als wichtiger Punkt stand die Bildung im Vordergrund. Könnecke beschrieb, wie Integration durch Bildung gelingen kann: „Bilden wir die Flüchtlinge aus und bleiben sie hier, leisten sie unserer Gesellschaft einen guten Dienst. Kehren sie nach ihrer Ausbildung in ihre Heimat zurück, dann haben sie für den dortigen Wiederaufbau viel gelernt.“ Dem pflichtete auch Reisgies bei, der ehrenamtlich unter anderem jede Woche 6 Stunden in Sprachkursen hilft.

Auf Unverständnis hingegen stieß bei vielen Bürgern das Verhalten des Landratsamtes. Oft würde es an Mitgefühl und konkretem Handlungswillen mangeln. So würde sich beispielsweise nicht um Gemeinschaftsräume in den Unterkünften bemüht. Hier nahmen Könnecke und Löffler die Mitarbeiter des Landratsamtes in Schutz. Alle seien bemüht bestmögliche Ergebnisse zu liefern, aber die Kapazitäten seien leider begrenzt, so beide. Umso mehr wurde die ehrenamtliche Arbeit der Flüchtlingshilfe gewürdigt. „Die große Hilfsbereitschaft hier in Heitersheim und im ganzen Wahlkreis ist sehr beeindruckend“, so Könnecke.

Abschließend kam die Diskussionsrunde auf die weltweite Dimension der Flüchtlingsströme zu sprechen. „Geschlossene Grenzen helfen uns nicht bei der Bewältigung der Herausforderung, sondern stellen uns vor enorme wirtschaftliche Probleme“, sagte die SPD-Landtagskandidatin. Sie setze sich stattdessen dafür ein, dass endlich neben dem Asylrecht ein klar strukturiertes Einwanderungsgesetz geschaffen werde.

Zusammenfassend wurde klar, dass nur klares und ehrliches politisches Handeln zusammen mit einem starken Engagement der Bürger vor Ort diese große Aufgabe bewältigen kann.

 

 

 

 

 
 

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